0 GOTO Konferenz 2014

HicknHack Software Team bei der GOTO Konferenz am 6. und 7. November 2014 in Berlin

Die GOTO-Konferenz in Berlin ist eine Konferenz von Entwicklern für Entwickler. Sie fand an zwei Tagen statt und wurde in verschiedene Tracks mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterteilt. Damit war für jeden etwas dabei.

Das Besondere an der Konferenz ist, dass viele bekannte und mitunter einflussreiche Persönlichkeiten Vorträge halten. Es treffen sich viele dort zum Austausch, um andere Ansichten der Software-Entwicklung kennenzulernen.

Chad Fowler Serie “Monolith vs. Mikroservices”

Chad Fowler ist CTO bei den 6Wunderkindern in Berlin. Sie entwickeln die bekannte und weit verbreitete TODO-Anwendung „Wunderlist“. Mit der dritten Version, die ihre Stärken in der Cloud unter Beweis stellt, war es notwendig die gesamte Service-Architektur und -Infrastruktur umzukrempeln. Hier hat Chad Fowler beschrieben, wie er und sein Team den großen Ruby on Rails Monolith in einzelne Mikroservices unterteilt haben.

Netflix Story: „Migrating to Cloud Native with Microservices“

Adrian Cockcroft in seinem Vortrag „Migrating to Cloud Native with Microservices“ die Infrastruktur von Netflix vorgestellt. Netflix ist ein Video-Streaming Service, der im September erfolgreich in Deutschland gestartet ist. Dieser Web-Service setzt sehr stark auf verteilte Anwendungen. Dafür nutzen sie vor allem Amazon Web Services in der Cloud, um ihren Traffic stimmen zu können. Es war interessant zu hören, dass andere Unternehmen im Web zu Beginn von Netflix’ Feldzug gespottet haben, dass deren Vorhaben nur scheitern könne. Jedoch hat Netflix im Laufe der Zeit bewiesen, dass es sinnvoll ist auf Cloud-Services von u.a. Amazon zu setzen. Das führte dazu, dass diese vormals spöttischen Unternehmen nun neidisch waren und genau solch eine Infrastruktur ihr Eigen nennen wollen.

Keynote von Gunter Dueck

Auch herausgestochen hat die Keynote am letzten Tag von Gunter Dueck. Das besondere an seinem Vortrag war sein Stil. Er verbreitet durch seine teilweise recht offensichtliche Unsicherheit bzw. Tapsigkeit seinen Charme, was ihn sympathisch und witzig macht. Dadurch war es immer wieder ein Genuss seinen Vorträgen zuzuhören.

„The Lean Enterprise“

Dieser Vortrag vermittelte als Kernaussage, dass es nicht immer an den Mitarbeitern liegt, dass ein Unternehmen sich nicht entfalten kann, sondern dass die Umgebung besonders wichtig ist. Das wurde am Beispiel des Joint Ventures von Toyota und General Motors beschrieben. General Motors hatte zu Beginn ziemlich starke Probleme in der Qualität der produzierten Autos. Das lag daran, dass die Mitarbeiter mitunter nicht fertig mit der Montage waren. Sodass unter anderem Teile am Auto gefehlt haben. Im Vergleich dazu liefen in der Qualität tadellose Gefährte vom Fließband bei Toyota. Es stellte sich heraus, dass Toyota ein interessantes Konzept hatte. Sie haben „Checkpoints“ an den Fließbändern pro Mitarbeiter installiert. Sobald ein Mitarbeiter den ersten Checkpoint übertreten hat, wurde der Vorgesetzte informiert und eilte zur Hilfe. Wurde dennoch der letzte Checkpoint übertreten, so wurde das Band angehalten. Damit wurde sichergestellt, dass nie ein Fahrzeug mit Qualitätsmängel vom Band lief. Die Lehre daraus ist, dass es wichtig ist, dass Manager und deren Team-Mitglieder zusammenarbeiten müssen und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden soll. Es nützt wenig die besten Mitarbeiter einzustellen, wenn das Unternehmen ihnen nicht die Entfaltungsmöglichkeiten und Freiheit bereitstellt.

Fazit

Die Konferenz war sehr angenehm. Man konnte sich gut mit anderen Entwicklern unterhalten und austauschen.
Es haben insgesamt fünf Mitarbeiter von HicknHack an der Konferenz teilgenommen. Wir haben versucht die breite Palette an Vorträge abzudecken. Nach jedem Vortrag haben wir uns getroffen und berichtet, wie es war und was wir mitgenommen haben. Damit haben wir untereinander einen sehr guten Gesamteindruck von der Konferenz erhalten.

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